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Weltkrebstag 2026- Wissenschaft und Innovation als Chance

Verantwortlicher Autor: Lydia Budiner Hohen Neuendorf, 06.02.2026, 09:31 Uhr
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Februar 2026: Weltkrebstag und Deutscher Krebskongress
Februar 2026: Weltkrebstag und Deutscher Krebskongress  Bild: Lydia Budiner

Hohen Neuendorf [ENA] Der Weltkrebstag wird jedes Jahr am 4. Februar begangen, um das Bewusstsein für Krebs zu schärfen, Prävention zu fördern und die Unterstützung für Betroffene zu stärken. Krebs gehört weltweit zu den häufigsten Todesursachen und stellt auch in Deutschland eine große Herausforderung dar.

Der Weltkrebstag wird jedes Jahr am 4. Februar begangen, um das Bewusstsein für Krebs zu schärfen, Prävention zu fördern und die Unterstützung für Betroffene zu stärken. Krebs gehört weltweit zu den häufigsten Todesursachen und stellt auch in Deutschland eine große Herausforderung dar. Im Jahr 2023 erkrankten in Deutschland schätzungsweise rund 241.400 Frauen und 276.400 Männer neu an Krebs. Zu den häufigsten Krebsarten zählen Brustkrebs bei Frauen (75.900 Fälle) und Prostatakrebs bei Männern (79.600 Fälle). Weitere häufige Krebsarten sind Lungenkrebs (58.300 Fälle) und Dickdarmkrebs (55.300 Fälle).

Prävention spielt eine wichtige Rolle

Die altersstandardisierten Krebssterberaten sind in den letzten 25 Jahren deutlich gesunken – bei Frauen um 21 % und bei Männern um 31 %. Besonders bei Magen- und Darmkrebs sind die Neuerkrankungs- und Sterberaten erheblich zurückgegangen, was auf verbesserte Präventionsmaßnahmen, Früherkennung und Fortschritte in der Behandlung zurückzuführen ist. Prävention spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Krebs. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten 30 bis 50 % aller Krebserkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermieden werden. In Deutschland sind etwa 37 % der Krebsneuerkrankungen auf beeinflussbare Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, mangelnden UV-Schutz und ungesunde Ernährung zurückzuführen.

Tabakkonsum ist dabei der größte Risikofaktor und für etwa 19 % der jährlichen Krebsneuerkrankungen verantwortlich. Impfungen gegen humane Papillomviren (HPV) und Hepatitis-B-Viren können das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Gebärmutterhals-, Kopf-Hals/Rachen-, Anal-, Penis und Leberkrebs deutlich senken (https://cancer-code-europe.iarc.who.int/wp-content/uploads/2025/08/12-european-code-against-cancer-infections-factsheet.pdf ).

Zum Weltkrebstag ist die neueste, fünfte Ausgabe des Europäischen Kodex gegen Krebs nun auf Deutsch verfügbar (https://cancer-code-europe.iarc.who.int/) . Herausgegeben von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO, bietet der Kodex 14 wissenschaftlich belegte Empfehlungen, mit denen jeder Mensch sein individuelles Krebsrisiko verringern kann. Erstmals enthält der Kodex auch spezifische Empfehlungen für politische Entscheidungsträger. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sprechen sich dafür aus, dass Deutschland seine Präventionsstrategie stärker an den Vorgaben der WHO orientiert, um die Möglichkeiten der Krebsprävention bestmöglich zu nutzen.

Früherkennung verbessert Behandlungserfolge

Früherkennungsprogramme wie Mammographie-Screening, Hautkrebsvorsorge und Darmspiegelungen tragen dazu bei, Krebs frühzeitig zu erkennen und die Heilungschancen zu erhöhen. Fortschritte in der Krebsregistrierung und -forschung, wie sie in Deutschland durch das Zentrum für Krebsregisterdaten, die Landeskrebsregister und das Deutsche Kinderkrebsregister erzielt werden, sind essenziell, um die Versorgung und die Überlebenschancen von Krebspatienten weiter zu verbessern.

Der Weltkrebstag 2026 ist eine Gelegenheit, Solidarität mit Betroffenen zu zeigen, die Forschung zu unterstützen und sich für eine gesunde Lebensweise einzusetzen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Auswirkungen von Krebs zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Im EU-Vergleich liegt Deutschland bei den Neuerkrankungs- und Sterberaten im Mittelfeld. Überdurchschnittlich hoch sind die Raten für Brust-, Prostata- und Speiseröhrenkrebs sowie für Lungenkrebs bei Frauen. Dagegen sind die Raten für Darm-, Leber-, Nieren- und Harnblasenkrebs niedriger als in anderen EU-Ländern. Nachfolgend noch ein paar Daten und Fakten zum Thema Krebs in Deutschland.

Daten und Fakten zu Krebs in Deutschland 2023

Krebsinzidenz und -mortalität in Deutschland: • Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 517.800 Krebserkrankungen diagnostiziert, davon 276.400 bei Männern und 241.400 bei Frauen. • Die häufigsten Krebsarten waren Prostatakrebs (79.600 Fälle), Brustkrebs (75.900), Lungenkrebs (58.300) und Dick- und Enddarmkrebs (55.300). • Die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate beträgt 418 pro 100.000 bei Männern und 347 bei Frauen, mit einem leichten Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. • Die Krebssterberate ist in den letzten 25 Jahren um 31 % bei Männern und 21 % bei Frauen gesunken, mit etwa 229.000 krebsbedingten Todesfällen im Jahr 2023.

Erkrankungsrisiko für ausgewählte Krebsarten: • Fast jeder zweite Mann (49 %) und mehr als zwei von fünf Frauen (43 %) erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. • Etwa jede sechste Frau und jeder siebte Mann erkrankt vor dem 65. Lebensjahr. • Die Inzidenzraten zeigen signifikante Unterschiede je nach Geschlecht und Altersgruppe. Trends bei spezifischen Krebsarten: • Malignes Melanom: Die Inzidenzraten steigen, insbesondere bei älteren Personen. Ein bundesweites Hautkrebsscreening seit 2008 hat zu einem Anstieg der Diagnosen geführt. • Gebärmutterhalskrebs: Ein leichter Rückgang der Neuerkrankungsraten ist zu verzeichnen, insbesondere bei jüngeren Frauen, was auf die HPV-Impfung zurückzuführen sein könnte.

• Lungenkrebs: Bei Frauen im Alter von 40 bis 59 Jahren sinken die Raten, während sie bei älteren Frauen weiterhin steigen. Bei Männern sinken die Raten in allen Altersgruppen. • Brustkrebs: In den jüngeren Altersgruppen zeigt sich ein leichter Anstieg der Inzidenzraten, während in der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen nach anfänglichem Anstieg ein Rückgang zu beobachten ist.

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